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FVA: Österreicher spenden 460 Millionen Euro 2011

Fundraising Verband präsentiert Spendenbericht 2011.

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am 6. Dezember den Spendenbericht 2011. Für 2011 wird ein Spendenaufkommen von 460 Mio. Euro erwartet. Damit bleibt das Aufkommen auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Ein zusätzliches Wachstum könnten international übliche steuerliche und rechtliche Erleichterungen für gemeinnützige Stiftungen bringen.

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Entgegen vieler Befürchtungen sind die Österreicher weiterhin solidarisch. Nach der Steigerung des Spendenaufkommens von 390 Mio. Euro 2009 auf den Rekordwert von 460 Mio. Euro 2010 erwartet der Fundraising Verband in seinen Prognosen für 2011 abseits von Naturkatastrophen ein weiteres leichtes Wachstum des Spendenaufkommens.

„Die Österreicherinnen und Österreicher spendeten 2011 25 Mio. Euro für die Menschen in Japan und Afrika. Gleichzeitig haben sie aber nicht auf die anderen Spendenthemen vergessen. In den traditionellen Bereichen erwarten wir ein Wachstum von 5%“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, erfreut. Dies kann auch Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, bestätigen: „2011 war für das Rote Kreuz ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Einerseits forderten uns die
Akut-Einsäte in Japan und Afrika und andererseits der langfristige Wiederaufbau in Haiti und Pakistan. Unsere Spenderinnen und Spender sahen dieses Engagement und unterstützten unsere Arbeit maßgeblich.“

Steuerliche Absetzbarkeit insgesamt positiv
Zu dem erfreulichen Ergebnis haben auch die positiven Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Zwar setzen immer mehr Menschen ihre Spenden ab, allerdings gibt es noch ein großes Potenzial. Umso mehr begrüßen Lutschinger und Kopetzky die vergangene Woche vom Finanzministerium gestartete Informationskampagne für die Spendenabsetzbarkeit. Über 1000 Organisationen besitzen die Spendenabsetzbarkeit.

Österreicher keine Spendenweltmeister
Die Österreicher sind auch 2011 keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich mehr Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. Insgesamt ist aber erfreulich, dass die Bereitschaft regelmäßig zu spenden um 6 Prozent gestiegen ist. Das wichtigste Spendenmotiv für die Österreicher ist, dass es Menschen gibt, die ihre Hilfe benötigen. Dabei schauen sie sich genau an, wofür sie spenden. „7 von 10 Österreicher nehmen die jeweilige Organisation bzw. Aktion genau unter die Lupe, bevor sie spenden.“ unterstützt Werner Beutelmeyer vom Umfrageinstitut market dies. Die eigene wirtschaftliche Situation ist dabei aber nicht unerheblich. So ist das drittwichtigste Motiv „Weil ich es mir leisten kann“ – dieses ist erfreulicherweise um 10 Prozent gestiegen. Kinder und die Katastrophenhilfe im Inland sind dabei für sie die liebsten Projekte. Gefolgt werden diese von Menschen mit Behinderungen, sozial Benachteiligten und Tieren.

Hoffnung Stiftungen
Ein weiteres Wachstum des Spendenaufkommens könnte es geben, wenn Österreich es Stiftungen endlich erleichtert, gemeinnützig tätig zu werden. „Während in anderen EU-Ländern sich immer mehr Wohlhabende über gemeinnützige Stiftungen für die Gesellschaft engagieren, verhindert der Gesetzgeber in Österreich ein solches Engagement.“, fordert Lutschinger die Verbesserung der rechtlichen Basis und steuerliche Anreize, damit nicht nur eigennütziges Engagement der „Superreichen“ in Österreich attraktiv ist.

08.12.2011

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